Gedenken im Jahr 2026

Hermann Mairhuber


Josef Mayer

Lebenslauf von Josef Cal. Mayer,

Geboren am 30. Juli 1938 in Kumpfmühl 15.

Vater/Mutter: Anton Mayer und Anna, geb. Pirnleithner, verehelicht am 20.4.1937.

Josef besuchte die Volksschule in Dorf. Nach der Schule arbeitete er im elterlichen Anwesen. Zusammen mit seinem Vater war er fallweise bei der Firma Stöckl und bei verschiedenen Baufirmen tätig. Auch in der Nachbarschaft half Josef bei Hausbauarbeiten mit. Er war Mitglied im Bauernbund und auch bei der FF Hinterndobl. (Eintritt 22.12.1957) Beim Zeughausbau Hinterndobl, 1994/95 hat er fleißig mitgeholfen. Josef war Hauptfeuerwehrmann. Er war im Besitz des silbernen Leistungsabzeichens. Über 68 Jahre war er begeistertes Mitglied in der Wehr. Seine aktive Zeit reichte in das Jahr 2023. Im September 2025 war er auch noch am Gruppenfoto der Wehr.

In der Pension zog er dann zum „Watzl“ nach Augendobl. Anschließend kam er ins „betreute Wohnen“ nach Riedau. Er war dort ca. 5 Jahre wohnhaft. Josef war ein Mann mit starken Lebenswillen. Ein sehr gläubiger Mensch. Der sonntägliche Gottesdienst mit anschl. Frühschoppen und die Wallfahrten der KMB waren ihm immer sehr wichtig. Bei der Sanierung der Schutzengelkapelle hat er auch tatkräftig mitgeholfen. Es war ihm ein großes Anliegen. Auch das Verhältnis zum Patensohn Hans Reidinger war getragen von gegenseitigen sehr guten Vertrauen. Der“ Raab Sepp“ hat auch zwei Hüft Operationen überstanden. Im Oktober 2025 musste er wegen Corona ins KH-Ried. Dann kam die Kurzzeitpflege in Aspach, Dezember 2025 bis 08. Jänner 2026. Anschließend wurde er ins Pflegeheim Andorf überstellt. Nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt in Schärding ist er am 29. Jänner 2026 verstorben.
(Zusammengestellt und gelesen von Diakon Karl Mayer beim Requiem am 06. Februar 2026 in der Pdfarrkirche Dorf an der Pram)


Paula Kaltenböck

Lebenslauf von Paula Kaltenböck, geb. Seidl

Geboren am 07.01.1933 in Raab als 2. Kind von Paul und Anna Seidl. Ihr älterer Bruder Herbert, geb. am 02.03.1929 ist 2001 verstorben. Ihr Vater war Schuhmachermeister und Hausbesitzer in Raab. Paula wuchs in Raab auf und besuchte dort die Volks-u. Hauptschule von 1939 bis 1947. Paula
war Mitglied der Chorgemeinschaft der „Raaber Domspatzen“. Nach der Schule musste sie kurzzeitig den elterlichen Haushalt führen, da ihre Mutter schwer erkrankte. Für ein Jahr war sie auch in einem Haushalt in Wels tätig. Im Sommer 1953 kam sie nach Dorf und war im Gasthaus Kaltenböck als Kellnerin angestellt. Dort hatte sie ihren Hans kennen und lieben gelernt. Die kirchliche Trauung war hier in der Pfarrkirche am 8. Juni 1954 um 6 Uhr  30! Ihre gemeinsame Wohnung war in Pimmingsdorf bei den Schwiegereltern. Ein eigenes Haus wurde 1958 bis 1960 gebaut. Zwei Kinder
wurden ihnen geschenkt. Erika, geb. im Oktober 1954 und Anita, geb.im März 1962. Paula war eine sehr gewissenhafte, fleißige und gläubige Frau und eine gute Ehefrau und Mutter. Ihr Mann Hans war Brunnenmachermeister. Er wurde von seiner Paula tatkräftig im Büro unterstützt. (15.6.1973-30.11.1985) Zuletzt war sie noch am Gemeindeamt in Dorf angestellt. (1.10.1986-30.11.1987) Paula hatte aber auch ein Herz für Notleidende. Für die CARITAS hat sie über 100 Decken gestrickt. Gott hat Paula ein langes erfülltes Leben geschenkt! Eine Woche nach ihrem 93. Geburtstag ist sie nach schwerer Erkrankung am 14. Jänner 2026 im St. Barbara Hospiz Ried i. I. verstorben. An einem 14.Jänner (1987) ist auch ihr Vater verstorben.

(Vorgetragen beim Requiem am 22. Jänner 2026 von Diakon Karl Mayer)


Gedenken im Jahr 2025

Josef Pauzenberger

Lebenslauf von Josef Pauzenberger

 

Geboren in Breitenried bei seinen Eltern Josef und Elisabeth. Gemeinsam mit seinen Geschwistern Elisabeth, Christine und Hans wuchs er im Elternhaus in Breitenried auf. Er besuchte die Volksschule in Dorf an der Pram und war dann fünf Jahre lang bei verschiedenen Bauern in der Landwirtschaft tätig.
 

1956 begann Sepp seinen Dienst bei der ÖBB, zuerst einige Jahre beim Bauzug. Dann fünf Jahre in der Hauptwerkstatt Linz und anschließend bei der Signalstreckelenleitung Linz – Dienststelle Wels – wo er nach 35 Jahren im Jahr 1991 in Pension ging.
 

Im Alter von 29 Jahren heiratete er Maria Gramberger und übernahm sein Elternhaus in Breitenried.

Aus ihrer Ehe gingen drei Kinder hervor: Maria, Werner und Josef.
Wir Kinder hatten vor Papa Achtung und Respekt. Wenn er uns eine Aufgabe auftrug, wurde diese selbstverständlich ohne Murren ausgeführt. z.B. angehalten bei den verschiedenen Tätigkeiten in der Landwirtschaft mitzuhelfen, was uns auf keine Fall schadete. Es war ihm wichtig, dass aus uns bodenständige, fleißige Menschen werden. Wir wurden nicht verweichlicht, dennoch hatten wir eine gute behütete Kindheit und Jugendzeit.
 

Mit viel Liebe und Fleiß bewirtschafteten meine Eltern das kleine Sacherl. Die Arbeit in der Natur und die Sorge um das Wohlergehen der ihm anvertrauten Menschen und Tiere waren für Papa stets wichtiger Lebensinhalt. Für die Parte und das Totenbildchen haben wir uns für ein Bild von seinen blühenden Baumgarten entschieden. Wir waren uns einig, dass das Bild einen blühenden Obstbaumes gut zu ihm passt, denn er beobachtete immer aufmerksam, wie sich die Bäume entwickeln und ob es wieder genügend Äpfel und Birnen geben würde, um im Herbst daraus eine guten Most zu pressen.

Auch auf seine fünf Enkelkinder war er immer recht stolz: Elisabeth, Jakob, Josef, Moritz und Adam haben ihm immer viel Freude gemacht.

Als meine Mama vor sechs Jahren starb, begleitete er sie so gut er konnte auf diesem Weg. Nun war er alleine und er meisterte sein Altwerden mit Hilfe der Familie zunächst ganz gut. Besonders schwer fiel ihm bei der Arbeit, die rund ums Haus anfiel, zusehen zu müssen und nichts mehr tun zu können.

Die fortschreitende Altersschwäche machte es notwendig, dass er sein letztes Lebensjahr im Pflegeheim in Ried verbrachte. Mutig ging er in diese letzte große Veränderung seines Lebens.

Er pflegte einen guten Kontakt mit dem Pflegepersonal und verlor bis zuletzt nie seinen Witz und Humor. Dafür bewundere ich ihn sehr. Er bewahrte, so gut es ging, seine Eigenständigkeit und war stets dankbar für alles, was man ihm Gutes getan hat. An dieser Stelle möchte ich meinen aufrichtigen Dank aussprechen an jenen Menschen, die ihn so gut begleitet haben und an diejenigen, die ihn so treu besucht haben.

 

Der Glaube an Gott spielte für Papa eine wichtige Rolle. Der Besuch der Sonntagsmesse war für ihn immer eine Selbstverständlichkeit. Und als er älter wurde sagte er oft: Ich bete jeden Tag für die Meinen.

Mit zunehmender körperlicher Gebrechlichkeit aber gleichzeitig geistiger Frische wurde der Wunsch „Zu Gott nach Hause gehen zu dürfen“ immer größer. Ja, man kann sagen, es wurde zu einer großen Sehnsucht. Und er verriet mir sein Gebet, das er oft betete „In deiner Gnade und in deiner Barmherzigkeit führe mich heim zu dir, mein Gott“ (siehe Totenbild)

Und so wünschen wir dir, lieber Papa, dass deine Gebete nun erhört werden und du Frieden und Freude findest bei Gott unserem Herrn, frei von Gebrechlichkeit und den Lasten des Alters.

Danke für ALLES, was du uns Gutes getan hast. Wir halten Dich in liebender Erinnerung bis zu unserem Wiedersehen.

(zusammengestellt und gelesen von Maria Hauzinger – geb. Pauzenberger - )